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Kernholz – Holz-Lexikon

Schemazeichnung Kernholz

Kurzdefinition

Kernholz ist der innere, ältere Bereich eines Baumstamms, der im Laufe der Zeit verdichtet und widerstandsfähiger wird. Es besitzt eine dunklere Färbung, eine höhere Dauerhaftigkeit und unterscheidet sich deutlich vom äußeren Splintholz. Kernholz gilt als der hochwertigste Teil eines Stammes und wird bevorzugt im Möbelbau eingesetzt.

Eigenschaften und Merkmale

Kernholz entsteht, wenn die inneren Zellen eines Baumes im Alter abgestorben sind und sich mit natürlichen Inhaltsstoffen anreichern. Typische Merkmale sind:

  • dunklere, wärmere Farbgebung im Vergleich zum Splintholz
  • höhere Festigkeit und natürliche Dauerhaftigkeit
  • geringerer Feuchtetransport, daher formstabiler
  • deutlich sichtbare, ausdrucksstarke Struktur
  • weniger anfällig für Pilzbefall als der äußere Splintbereich

 

Wie ausgeprägt das Kernholz erscheint, hängt stark von der Holzart ab. Besonders charaktervoll ist es z. B. bei Eiche oder Lärche.

Bedeutung im Schreinerhandwerk / Möbelbau

Kernholz spielt eine zentrale Rolle im Möbel- und Innenausbau, weil es:

  • eine höhere Belastbarkeit besitzt
  • optisch harmonische, warme und wertige Flächen liefert
  • langlebiger ist als Splintholz
  • sich sehr gut bearbeiten lässt
  • ideale Voraussetzungen für Massivholzmöbel schafft

 

Besonders im hochwertigen Möbelbau wird Kernholz bevorzugt eingesetzt, da es über Jahrzehnte stabil und optisch ansprechend bleibt.

Verwandte Begriffe